Heike Müller Basel

The Young Art Fair Liste 01



Heike Müller an der The Young Art Fair
Heike Müller an der The Young Art Fair
Heike Müller an der The Young Art Fair
Heike Müller an der The Young Art Fair
Heike Müller an der The Young Art Fair
Heike Müller an der The Young Art Fair

Das an der Art ausgestellte Kunstwerk heisst „strand“ und wurde von Heike Mèller speziell für diesen Ort konzipiert. Der Titel “srand“ regt die Phantasie an das einfache Wort in einem einfachen Bild wieder zu geben. Nun - so einfach und eindeutig die Strandsituation ist - so mannigfaltig und von einander verschieden sieht eine individuelle Vorstellung davon aus. Erst die Gliederung und das gekonnte verschmelzen verschiedener situativer Elemente, verleiht einem Strand den Charakter. Die drei bzw. vier Elemente der Rauminstallation „strand“, wirken im Wechselspiel miteinander und verschmelzen zu einer Einheit.

In einer vertieften Grube ist eine überdimensionale Fotografie von der Grösse von 4 x 4 Meter. Auf dem Bild ist der Ausschnitt eines Schwimmbeckens in welchem eine Frau schwimmt. Durch die Grösse der Fotografie hat diese erste Situation einen sehr realen Charakter. Diese Realität wird durch die Begrenzung der Raumwände jäh gestört.

Ein klein wenig erhäht an der Wand, welche die Vertiefung eingrenzt sind zwei Beinpaare angebracht. Beim einen sind gerade noch die Unterschenkel, beim anderen das gesamte Bein zu sehen. Die Oberkörper der beiden Schwimmerinnen sind aus dem Bildraum entschwunden und lassen dem Betrachter offen, wo und in welcher Welt sie sind. Dadurch, dass die Beine über der Wasserfläche schweben, wird einerseits auf das tragende Element im Wasser aufmerksam gemacht, anderseits sind sie das verbindende Element zwischen realer, eingerendender Raumgestaltung und feiner, verträumter farbintensiver Fotografie.

Die Fotagrafien sind teils auf Augenhöhe, tiels noch höher übers Eck verteilt. Diese Fotoarbeiten konfrontieren weiche, unscharfe Formen mit klaren, festen und scharfen Realitäten. Im Horizont der Bilder vermischen sich Himmel und Erde zu einer stimmigen Einheit. Im Vordergrund sind die allen bekannten Strandhäuschen zu sehen, doch die belebende Menschenmenge bleibt aus. Diese Einsamkeit konfrontiert sich mit der Masse der Infrastruktur. Dieser Widerspruch wird auf den Fotografien in Form einer feinen Traumgestalt die mehrmals oder einmalig auf das Bild gehaucht ist aufgelöst.


Als viertes und letztes Element der Rauminstallation ist das was noch nicht ist, eine „strandtasche“ (Badetashe). Diese wird im Anschluss an die Liste 01 aus dem Material geschaffen auf welchem die Fotografie mit dem Ausschnitt des Schwimmbeckens ist. Die „strandtasche“ wird möglicherweise von ihren zukünftigen Besitzerinnen an Orte geführt, die inspirieren Erinnerungen einzupacken.